Kinder- und Jugendzentrum Slowjansk, Besuch Mai 2016

Der ANKER holt im Sommer 30 Kinder, deren Leben durch den Krieg zerstört wurde aus dem Konfliktgebiet Slowjansk, Ostukraine.

11.07.16 - 24.07.16


Video vom lokalen TV-Sender Slowjansk

Pressebericht Slowjansk

Der ANKER holt im Sommer 30 Kinder, deren Leben durch den Krieg zerstört wurde aus dem Konfliktgebiet Slowjansk, Ostukraine.

11.07.16 - 24.07.16

Der ANKER besuchte bereits im Mai 2016 wie auch Orlando Bloom die vom Krieg zerstörte Ostukraine, unter anderem ein Kinder- und Jugendzentrum, nur wenige Kilometer von der Frontlinie im Konfliktgebiet entfernt. Viele Schulen und Kindergärten in der Region wurden zerstört oder beschädigt. Insgesamt brauchen eine halbe Million Kinder in der Ukraine humanitäre Hilfe, viele Familien haben ihr Zuhause verloren.

Als Vorbereitung zum Austausch nach Deutschland reisten Vertreter der Stadt Leipzig und Projektleiter des ANKER e.V. vom 18. bis 25.Mai 2016 in die Partnerstadt Kiew und nach Slowjansk, um erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit sowie der Vorbereitung der themen- und projektorientierten Kooperation und Partnerschaft auszutauschen. Dabei wurde das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in Slowjansk besucht und genauer vorgestellt. Weiterhin gab es eine Begenung dem Bürgermeister der Stadt Slowjansk.

„Tausch der Kulturen“ – ein Projekt vom ANKER e.V. fördert persönliche Begegnungen von Menschen aus Deutschland und Ländern Ostmitteleuropas. 2016 ist die Ukraine Partnerland des Projektes. Hauptbestandteil des Ukraine - Austausches 2016 wird die Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen aus dem „Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Slowjansk“ und dem Soziokulturellem Zentrum ANKER e.V. Leipzig vom 11.07.16 bis 24.07.16 in Leipzig sein. Es wird eine Gruppe von 30 Kindern im Alter zwischen 10 - 14 Jahre im Sommer nach Leipzig in den ANKER e.V. eingeladen. Unser Hauptanliegen ist es, den Kindern Abwechslung zum Kriegsalltag zu bieten und ein paar unbeschwerte Tage in Leipzig zu ermöglichen.

In der ersten Begegnung werden die ukrainischen Kinder, deren Leben durch den Krieg zerstört wurde gemeinsam mit deutschen Kindern an einem abwechslungsreichen Programm mit verschiedenen Workshops teilnehmen. In einem Fotoworkshop wird eine Fotodokumentation über die Unterschiede und Möglichkeiten der kulturellen Bildung in einer deutschen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung am Beispiel des ANKER e.V. entstehen. Mit Begleitung der Projekt- und Kursleiter werden bei Stadtführungen Sehenswürdigkeiten und Freizeitstätten vorgestellt. Kultur und Geschichte vervollständigen die Dokumentationen jedes Einzelnen. Der Aufenthalt gliedert sich somit in 2 Themenwochen. In der ersten Woche erstellt jeder Teilnehmer ein Fotobuch / - Magazin. Als Gemeinschaftsarbeit wird eine große Fotowand – Raster entstehen. Für die Motivsuche sind weitere Ausflüge in den Leipziger ZOO für Tieraufnahmen und an den Cospudener See für Unterwasseraufnahmen geplant. Die Bildentwicklung findet anschließend in den im Fotolabor und im Mediencenter des ANKER e.V. statt. Am Ende des Workshops präsentiert jeder Teilnehmer sein eigenes gestaltetes Fotobuch zu einer gemeinsamen Abschlusspräsentation. Dabei ist die Beteiligung von interessierten Bürgern der Stadt Leipzig aller Generationen möglich.

In der zweiten Woche des Aufenthaltes werden die Kinder in das abwechslungsreiche Ferienprogramm des ANKER e.V. im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Leipzig integriert. Wasserschlacht, Töpfern, Tanz, Holzarbeiten, Nähen und der Besuch des Schulmuseums stehen als Workshops zur Auswahl. Außerdem können sich die Teilnehmer an verschiedenen Sport- und Spielturnieren mit Preisen und Urkunden beteiligen. Die gestaltete Fotowand wird zu unterschiedlichen Anlässen in Leipzig ausgestellt, so zum Beispiel zu Veranstaltungen des Referats für Internationale Zusammenarbeit im Rathaus der Stadt Leipzig und zur Eröffnung des neuen Vereinsgebäudes des ANKER e.V. mit Herrn Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Im Foyer des Kinder- und Jugendzentrums des ANKER e.V. wird die Fotowand in einer Dauerausstellung ihren festen Platz erhalten. Dokumentiert wird der gesamte Aufenthalt durch begleitende Filmaufnahmen. Zur Erinnerung erhält jeder Teilnehmer davon eine DVD. Als Nachbereitung wird der entstande Film für zukünftige Projektpräsentationen verwendet.